Projekte mit Universitäten

Studentische Hilfskräfte in Schulen

Im Rahmen des Landesprogramms „Löwenstark – der BildungsKICK“ dehnt Hessen die bereits laufenden Förder- und Unterstützungsmaßnahmen durch eine Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie der Technischen Universität Darmstadt aus. Durch den gezielten Einsatz von Studierenden, die in Ergänzung zu den erfahrenen und qualifizierten Lehrkräften eingesetzt werden, können Kinder und Jugendliche mit pandemiebedingten Lernrückständen und psychosozialen Förder- und Entwicklungsbedarfen zusätzlich unterstützt werden. 

Die Projekte starten zum Schuljahr 2022/23 und umfassen eine Vielzahl von individuell ausgearbeiteten Förderkonzepten, die federführend durch Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftliche Mitarbeitende der Universitäten geplant, koordiniert, begleitet und nach Abschluss evaluiert werden. Hierbei liegt der Fokus auf den Kernfächern sowie in den Bereichen Bewegung und Sport, bewusster Medienumgang, Übergang von Schule und Beruf oder auch zur Stärkung von Fähigkeiten zur Selbstregulation und Selbststeuerung.

Alle hier aufgeführten Unterstützungsmaßnahmen stehen den hessischen Schulen als zentrale Abrufangebote kostenfrei zur Verfügung.

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Technische Universität Darmstadt

Action Lab – Science for you

Versäumte Experimentierzeit nachzuholen und dabei Wissen, Können, Selbstwirksamkeitserwartung und Selbstausdruck stärken? Genau dies bietet der Fachbereich Chemie an der TU Darmstadt den Schülerinnen und Schülern der Sek I und Sek II. Schülerinnen und Schüler aller Schulformen sind angesprochen. 

Der Fokus liegt auf dem Experimentieren mit digitaler Messwerterfassung und ‑auswertung. Dies fördert Basiswissen und -können in Mathematik und macht obendrein Spaß. Aktuelle Themen wie die Klimakrise, erneuerbare Energien und Umweltverschmutzung schaffen einen attraktiven Rahmen für die Experimente.

In Kleingruppen (max. 3 Personen), betreut durch erfahrene Wissenschaftler:innen, werfen die Jugendlichen an einem Nachmittag in der Woche ihren Blick hinter die Kulissen eines Chemielabors und werden dabei selbst aktiv. Die individuelle Betreuung garantiert reichlich Zeit für das Einholen von Expertise, das Nachfragen, Wiederholen und Dazulernen. Kompetenzzuwachs in den vier Bereichen naturwissenschaftlicher Bildung (scientific literacy) ist obligatorisch, die Stärkung der Medienkompetenz und intra- und interpersoneller Kompetenzen erwünscht.

Das Angebot richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Sek I und Sek II. Bei Rückfragen kontaktieren sie bitte Frau Dr. Ute Brinkmann (06151- 1620898 oder ute.brinkmann@tu-darmstadt.de).

Hier geht es zur Anmeldung:  https://wwwdid.mathematik.tu-darmstadt.de/limesurvey2/index.php/567761?lang=de

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Technische Universität Darmstadt

Anerkennungssensible Berufsorientierung

Individualisierte Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler der SEK I und SEK II. Berufsvorstellungen und Berufsziele gemeinsam spielerisch erkunden und eine ausführliche Beratung erhalten. (2 Schulstunden Dauer und ein optionaler digitaler Beratungstermin)

Wir unterstützen junge Menschen in ihren Berufsorientierungsprozessen und bei der Ausbildung ihrer Berufswahlkompetenz: Mit dem innovativen „Serious Game“ Ibea, das an der TU entwickelt wurde, erarbeiten wir spielerisch Berufsvorstellungen und werfen einen Blick auf die psychologischen Hintergründe.  Dabei werden Aspekte der sozialen Identität, wie Gender und soziale Selbstverortung, sowie das Anerkennungsbedürfnis im sozialen Umfeld berücksichtigt und das Ziel einer anerkennungssensiblen BO verfolgt, die zu einer reflektierten beruflichen Entscheidung beiträgt. Damit können Jugendliche in ihrer Berufswahlkompetenz gefördert und so dazu beigetragen werden, dass Jugendliche den Übergang von Schule und Beruf erfolgreich meistern.

Studentische ExpertInnen betreuen die SUS in Kleingruppen auf Augenhöhe in ihrer Klasse. Nach dem Workshop haben die SuS die Möglichkeit zu einem individuellen Beratungsgespräch über ihre beruflichen Wege. Die studentischen Hilfskräfte werden im Vorfeld fachlich sowie methodisch von wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und erfahrenen Lehrkräften geschult und auf den Einsatz am Lernort Schule vorbereitet und erhalten regelmäßig Supervision zu ihrem Einsatz. Sie können die Jugendlichen auf Augenhöhe im Orientierungsprozess unterstützen und gemeinsam über nächste Schritte beraten.

Dies ist ein Angebot des Arbeitsbereichs Berufspädagogik und Berufsbildungsforschung der TU Darmstadt. Rückfragen und Anmeldung sind möglich unter: sevil.mutlu@tu-darmstadt.de

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Technische Universität Darmstadt

Aufholen in Mathematik – Themenspezifische Förderkurse

Im Mathematikunterricht ist es wichtig, dass Schüler:innen sicheres Wissen und Können zu grundlegenden Lerninhalten aufbauen, die bis zum Abitur gebraucht werden und auch nach der Schule in Studium und Beruf eine wichtige Rolle spielen. Die Arbeitsgruppe Didaktik am Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt möchte Schüler:innen mit Lernrückständen dabei unterstützen, diese Voraussetzungen aufzuholen. Dafür werden themenspezifische Förderkurse zur Bruchrechnung und zu Variablen und Termen angeboten, später auch zur Prozentrechnung und ebenen Geometrie. Das Angebot richtet sich an alle Schüler:nnen und Schüler der Klassen 6 bis 8, die in diesen Themen Lernlücken aufweisen.

Aufholen in Mathematik – Themenspezifische Förderkurse

Im Mathematikunterricht ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler sicheres Wissen und Können zu grundlegenden Lerninhalten aufbauen, die bis zum Abitur gebraucht werden und auch nach der Schule in Studium und Beruf eine wichtige Rolle spielen. Die Arbeitsgruppe Didaktik am Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt möchte Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre Lernrückstände aufzuarbeiten. Dafür werden themenspezifische Förderkurse zur Bruchrechnung und zu Variablen und Termen angeboten, später auch zur Prozentrechnung und ebenen Geometrie. Das Angebot richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 8, die in diesen Themen Lernlücken aufweisen.

Um eine bestmögliche Betreuung zu gewährleisten, finden die Förderkurse in Kleingruppen mit bis zu acht Personen in unserem Medienraum an der TU Darmstadt statt. Mithilfe eines Vortests werden Lernlücken diagnostiziert und darauf aufbauend passendes Fördermaterial individuell zusammengestellt. An festen Terminen über mehrere Wochen hinweg kann mit diesen Materialien und mit Lernmitteln zum Anfassen und Ausprobieren ein grundlegendes Verständnis der mathematischen Konzepte aufgebaut werden. Während dieses Lernprozesses werden die Schülerinnen und Schüler stets von geschulten Lehramtsstudierenden begleitet und unterstützt.

Unsere ersten sieben Förderkurse starten bereits im Oktober, weitere folgen über das Schuljahr verteilt. Mehr Informationen zu unserem Angebot finden Sie auf unserer Webseite: https://www.mathematik.tu-darmstadt.de/didaktik/ag_schule/loewenstark_projekt/index.de.jsp.
Direkt zur Anmeldung gelangen Sie hier: https://wwwdid.mathematik.tu-darmstadt.de/limesurvey2/index.php/894695?lang=de.

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Technische Universität Darmstadt

Biologische Ferien

Die Fachdidaktik Biologie bietet in Kooperation mit den MINT-Zentren Südhessen im Rahmen von „Löwenstark – der BildungsKICK“ das Ferienangebot „Biologische Ferien – Den Elementen auf der Spur“ für Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe an. Im Schuljahr 2022/23 findet das Angebot in den Herbst-, Oster- und Sommerferien in Kleingruppen von 15 Schüler*innen statt. 

Die Schüler*innen schlüpfen in die Rolle von Forscher*innen, indem sie Erkenntnisse zu Phänomenen und Problemen zu den 4 Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft über biologische Denk- und Arbeitsweisen gewinnen. Sie stellen zum Beispiel Vermutungen auf, experimentieren und diskutieren in ihren Forschungsgruppen.

Neben der Förderung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung soll auch das Interesse an der Biologie bzw. den Naturwissenschaften geweckt und ausgebaut werden. Dabei werden das naturwissenschaftliche Denken und das Verständnis von Wissenschaft gezielt angebahnt. Die frühe Kompetenzanbahnung kann den Übergang von Sach- zu Fachunterricht begünstigen, indem eine anschlussfähige Ausgangslage in den naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern generiert wird. 

Bei der Entwicklung, Durchführung und Reflexion werden studentische Hilfskräfte eingesetzt, die dahingehend didaktisch und methodisch zum Forschenden Lernen geschult werden. Die Studierenden sammeln in der Durchführung Erfahrungen zur Vermittlung und Anleitung von forschenden Lernszenarien, die gewinnbringende Vorteile für ihre weitere Ausbildung zur Biologielehrkraft erzielen. 

Für Rückfragen können Sie sich gerne an die Workshopleiterin Asem Langguth unter asem.langguth@tu-darmstadt.de wenden. 

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Goethe-Universität Frankfurt

Coronabedingte Bildungsbenachteiligungen erkennen und verringern – Transfer (CoBi+)

Lassen Sie Ihre Schüler*innen von unserem wirksamen CoBi-Unterstützungssystem profitieren. Wir bieten Ihnen ein freiwilliges und kostenfreies Online-Screening zur Identifikation gefährdeter Schüler*innen sowie ein wissenschaftlich fundiertes und evaluiertes pädagogisch-psychologisches Beratungsangebot der Beratungsstelle MAINKIND für Ihre Schüler*innen direkt vor Ort an Ihrer Schule. Mit CoBi+ entdecken Ihre Schüler*innen ihre Stärken und lernen diese noch besser für ihr Lernen zu nutzen.

Das Projekt CoBi-Transfer ist eine Ausweitung des wirksamen CoBi-Unterstützungssystems. Im vergangenen Schuljahr wurde das CoBi-Unterstützungssystem entwickelt, angewendet und evaluiert. Das CoBi-Unterstützungssystem, besteht aus einem Online-Screening und einer pädagogisch-psychologischen Beratung für Jugendliche der 9. - 12. Klasse. Schüler*innen die gefährdet sind ihren Schulabschluss nicht zu schaffen oder die andere für das Lernen deutlich nachträgliche Verhaltens- und Denkweisen zeigen, werden mit dem Screening identifiziert und es wird ihnen ein pädagogisch-psychologisches Beratungsangebot durch die Beratungsstelle MAINKIND der Goethe-Universität Frankfurt unterbreitet.

Bei der wissenschaftlichen Evaluation der CoBi-Beratung konnten signifikant positive Effekte bei schulbezogenen Selbstwirksamkeitserwartungen, medienbezogener Selbststeuerungsfähigkeit und Handlungskontrolle bei der Aufnahme von Lernhandlungen der Jugendlichen verzeichnet werden. Das heißt, die Lernvoraussetzungen der Schüler*innen konnten insgesamt verbessert werden und zwar bei Aspekten, von denen eine Langzeitwirkung zu erwarten ist.

Die CoBi+-Beratung umfasst fünf Termine, die in einem Abstand von jeweils 14 Tagen stattfinden und wofür Räumlichkeiten in der jeweiligen Schule erforderlich sind. Sie wird von speziell ausgebildeten Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt mit pädagogisch-psychologischem Hintergrund durchgeführt. Unsere Berater*innen werden von Psycholog*innen und einem approbierten psychologischen Psychotherapeuten der Beratungsstelle MAINKIND begleitet.

Das CoBi+-Beratungsangebot wird von den Säulen Motivation, emotionales Wohlbefinden und medienbezogene Selbststeuerung getragen. In der Praxis arbeiten wir mit den Jugendlichen insbesondere an ihren Zielen und an ihrer Lernorganisation, damit diese in der Lage sind, ihre Ziele zu erreichen und Lernprozesse erfolgreich abzuschließen. Die Beratung ersetzt keine Nachhilfe in einzelnen Fächern oder eine Psychotherapie, sondern zielt auf die Verbesserung der allgemeinen Lernvoraussetzungen ab.

Wir freuen uns, Ihnen unser CoBi-Unterstützungssystem für das Schuljahr 2022/23 anbieten zu können. Die Beratung wird vor Ort an den Schulen unterrichtsergänzend am Nachmittag stattfinden. 

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Frey, Dr. Christoph König und Diana Dusny (Institut für Psychologie)
+49 (0)69-798-35376
cobi@psych.uni-frankfurt.de

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Technische Universität Darmstadt

ILtiS – Individuelle Lerntrainings in Schulen

Grundschülerinnen und Grundschüler bekommen in unserem Angebot individuelle Unterstützung im Lernen. Dafür werden geschulte und wissenschaftlich begleitete Lerntrainerinnen und Lerntrainer eingesetzt. 

In terminlich vereinbarten Förderstunden werden Kleingruppen von ein bis drei Kindern dabei begleitet, Lerninhalte nachzuholen und unterschiedliche Lernstrategien kennenzulernen. Die Inhalte werden individuell abgestimmt, in Kooperation mit den zuständigen Lehrkräften. 

Wir kommen für die Lerntrainings zu Ihnen an die Grundschule. Wöchentlich sind zwei bis drei Förderstunden pro Schule buchbar. Dabei sind die Zeiträume individuell vereinbar. 

Dies ist ein Angebot des Arbeitsbereichs Schulpädagogik der TU Darmstadt unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Adl-Amini und Nico Dietrich.

Rückfragen und Anmeldung sind möglich unter: nico.dietrich@tu-darmstadt.de

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Technische Universität Darmstadt

Individuelle NaWi-Berufsorientierungscoachings

Wo soll´s im Leben hingehen? Welche Jobs sind zukunftsträchtig? Welche Einsatzmöglichkeiten machen einen Beruf attraktiv? Worum handelt es sich bei Green Jobs? – Der Fachbereich Chemie der TU Darmstadt bieten Schüler:innen aller Schulformen, ab der neunten Klasse, ein individuelles Berufsorientierungscoaching für naturwissenschaftliche Berufsfelder an. Die Betreuung erfolgt durch erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Die Schülerinnen und Schüler entdecken mit dem innovativen, digitalen Tool ihre Fähigkeiten und erhalten Einblicke in die Vielfalt der Berufswelt der Naturwissenschaften.

Vorgestellt werden sowohl konkrete Ausbildungsberufe als auch Studiumsoptionen – unabhängig vom angestrebten Schulabschluss. In individueller Betreuung wird ausgelotet, was für die Schüler:innen und deren angestrebten Schulabschluss passend sein kann. Ein klares, kriteriengeleitetes Feedback, in Kombination mit persönlichem Zuspruch, stärkt das Vertrauen der Schüler:innen in sich selbst.

Das Coaching richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler, die noch nicht über einen Beruf in den Naturwissenschaften nachgedacht haben. Es spricht ausdrücklich Mädchen und junge Frauen an.

Das Team kann die Schulen besuchen oder die Schüler:innen an der TU Darmstadt empfangen. Auf Wunsch ist zudem ein digitales Coaching möglich.

Für Rückfragen und/oder Terminvereinbarungen kontaktieren sie bitte Frau Dr. Ute Brinkmann (06151- 1620898 oder ute.brinkmann@tu-darmstadt.de).

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Goethe-Universität Frankfurt

Kinder stärken im Sportunterricht

Im Rahmen des Projekts unterstützen speziell geschulte Studierende des Instituts für Sportwissenschaften Lehrkräfte bei der Durchführung einer kompetenzorientierten Unterrichtsreihe zur Verbesserung von sowohl Handlungswissen und Handlungskompetenz im Bereich der Muskelkräftigung, um Bewegungsdefiziten und Entwicklungsstörungen infolge des veränderten Schulbetriebes und Bewegungsmangels während der COVID-19-Pandemie entgegenzuwirken.

Es ist allgemein bekannt, das körperliche Aktivität eine zentrale Säule bei der Gesunderhaltung von Kindern und Jugendlichen darstellt. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Kinder und Jugendliche im Alter von 5-17 Jahren eine moderate bis intensive körperliche Aktivität von 60 min pro Tag sowie intensive aerobe Aktivitäten und solche, die Knochen und Muskeln stärken, an mindestens drei Tagen pro Woche (WHO, 2020). Die Zeit, die im Sitzen verbracht wird – insbesondere vor dem Bildschirm – sollte hingegen minimiert werden. Durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen und dem Home-Schooling kam es jedoch zu gegenteiligen Entwicklungen. Nicht nur der Sportunterricht in der Schule, sondern auch Angebote für sportliche Freizeitaktivitäten (Vereinssport, Fitnessstudios) wurden durch die getroffenen Regelungen in den vergangenen Lock-Downs bzw. in den dazwischenliegenden Phasen nur mit starken Einschränkungen angeboten und teilweise sogar über längere Zeit komplett eingestellt. Die Folgen für die Fitness der Kinder und Jugendlichen sind verheerend, manche Autoren sprechen gar von einer „COVID-19 Krise der physischen Fitness von Kindern und Jugendlichen“, die sich trotz intensiver Kampagnen für körperliche Aktivität zu Hause eingestellt hat (Jurak et al., 2021). Daher sind nun gezielt Programme notwendig, um Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pandemie – im wahrsten Sinne des Wortes – zu stärken.

Im Rahmen der Löwenstark-Förderung des Landes Hessen werden daher am Institut für Sportwissenschaften entsprechende kompetenzorientierte Unterrichtsreihen im Rahmen des Bewegungsfelds „Den Körper trainieren, die Fitness verbessern“ vier bis sechswöchige Unterrichtsreihen für die Grund- und Mittelstufe entwickelt, um Schüler*innen im Sinne eines lebenslangen Sporttreibens Konzepte der Trainingsgestaltung und des langfristigen Trainingsaufbaus zur Erhaltung und Steigerung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit zu vermitteln. Interessierte Schulen haben die Möglichkeit, speziell geschulte Studierende in ihren Sportunterricht einzuladen, um diese Unterrichtsreihen gemeinsam mit den Sportlehrkräften durchzuführen.  

Kontakt

Prof. Dr. Dr. Michael Behringer
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Sportwissenschaften
Ginnheimer Landstraße 39
60487 Frankfurt
069/798-24505
behringer@sport.uni-frankfurt.de

Christoph Skutschik
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Sportwissenschaften
Ginnheimer Landstraße 39
60487 Frankfurt
069/798-24589
skutschik@sport.uni-frankfurt.de

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Goethe-Universität Frankfurt

Kooperation und Kommunikation von Schüler*innen aufbauen und stärken (KoKoS)

In halbtägigen Workshops sollen Kommunikations- und Kooperationsübungen mit Schüler*innen zur Stärkung des Klassenverbunds und der Sozialkompetenzen durchgeführt werden. 

Die COVID-Pandemie und das damit verbundene Distanzlernen hat weitreichenden Einfluss auf das Lehren und Lernen von Schüler*innen (z.B. Klieme, 2020). Neben einer Beeinträchtigung von fachlichem Wissen hat die veränderte Interaktion auch Einfluss auf die psychosoziale Entwicklung der Schüler*innen. In einer Befragung kurz nach dem Beginn der Pandemie mit 125 Schüler*innen wurden fehlende Rückmeldung und Kommunikation (43 Nennungen) und fehlende soziale Kontakte (elf Nennungen) als Probleme des Fernunterrichts genannt (Wacker, Unger & Rex, 2020). Die neben den fachlichen Inhalten im Kerncurriculum (z.B. in Hessen für Sekundarstufe I) verankerten Sozialkompetenzen (HKM, 2011) sind für das Klassenklima sowie die Schüler*innenbeziehung allerdings zentral. Wie wichtig das Klassenklima – insbesondere die Beziehungen der Schüler*innen untereinander – für beispielsweise Schulleistungen, Einstellungen zum Lernen oder dem Verhalten im und Interesse am Unterricht ist, zeigt die empirische Bildungsforschung (z.B. Eder, 2002). 

In halbtägigen Workshops sollen daher die Werte innerhalb der Klassengemeinschaft erarbeitet und durch Kommunikations- und Kooperationsübungen für die Schüler*innen erlebbar gemacht werden. Ziele dabei sind, Grundlagen für ein lernförderliches Klassenklima zu schaffen bzw. dieses auszubauen sowie den Klassenverbund und die Sozialkompetenz der Schüler*innen zu stärken. Zusätzlich zur Durchführung an der Schule soll das verwendete Material für die Kooperations- und Kommunikationsübungen sowie eine detaillierte Anleitung an den Schulen verbleiben, sodass die Workshops oder auch nur Teilelemente davon in Eigenregie an den Schulen durchgeführt werden können.

Kontakt

Dr. Lukas Schulze-Vorberg
069-79835344

KoKoS@uni-frankfurt.de

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Goethe-Universität Frankfurt

M@Ps – Medienkompetenz erweitern, Persönlichkeit stärken

Kompetenz für den Umgang mit digitalen Medien gilt als eine Schlüsselqualifikation im 21. Jahrhundert. Umso wichtiger ist es, Schülerinnen und Schüler darin zu begleiten, dass sie kompetent und reflektiert Medien nutzen und gestalten, und dass sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Die Fähigkeit, Medien den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu nutzen und mit ihnen verantwortungsvoll und kritisch umzugehen, muss erlernt werden.

In der Zeit der Pandemie hat sich der passive Medienkonsum von Schülerinnen und Schülern deutlich ausgeweitet. Passive Mediennutzung wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden und die eigenen Handlungskompetenzen aus. Hier setzt das M@PS-Projekt an. Verschiedene Module adressieren unterschiedliche Unterstützungsmomente.

  • Psychisches Wohlbefinden
  • Stärkung der sozialen Kompetenz und der Selbstkompetenz
  • Stärkung der Persönlichkeit 
  • Stärkung und Erweiterung der kreativ-adaptiven Medienkompetenz
  • Entwicklung der medienbezogenen Kommunikation und Kreativität
  • Reflexion und Entwicklung der eigenen Medienpraxis 
  • Entwicklung von Selbstständigkeit im medienbezogenen Handeln
  • Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in sozialpädagogischen und persönlichen Belangen

In M@PS bieten Studierende verschiedene Workshops an, die von Schulen für Klassen und Lerngruppen sowie für Projektgruppen abgerufen werden können.  Die Workshops aus jeweils drei digital-basierten Modulen zielen darauf ab, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Die Module unterstützen Schülerinnen und Schüler in der Nutzung und Anwendung digitaler Kommunikation und tragen zur Begleitung und Stärkung von Heranwachsenden in dieser herausfordernden Zeit bei.
Die Module beschäftigen sich inhaltlich beispielsweise mit den Themen: Privatsphäre-Einstellungen, Teilen in Sozialen Medien, Online-Identität, individuelle Stärken und Fähigkeiten. Durch kreative Aufgaben werden die Schülerinnen und Schüler sensibilisiert für die Privatsphäre-Einstellungen der Sozialen Medien, für die Ausmaße der Netzwerke, für die Inhalte, die sie selbst und andere teilen, und der daraus folgenden Konsequenzen in Bezug auf jetzige und zukünftige Ziele, Möglichkeiten und Chancen. Mithilfe spannender Übungen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler, wie sie ihre Fähigkeiten, Stärken und Interessen kombinieren und einsetzen können, um zu erkennen, wie sie sich persönlich in der digitalen Welt positionieren wollen.

Ein Workshop besteht aus jeweils drei Modulen. Ein Modul dauert 90 Minuten. Der Workshop kann als Nachmittagsangebot durchgeführt werden, im Rahmen einer Projektwoche oder an drei aufeinanderfolgenden Terminen, die mit der Projektleitung abgesprochen werden.

Zielgruppe

Sekundarstufe I
Haupt- & Realschule, Gesamtschule und Gymnasium

Förderung überfachlicher Kompetenzen

Personale Kompetenz (Aspekte: Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung)
Sozialkompetenz (Aspekte: Wahrnehmungsfähigkeit, Kooperation)
Lernkompetenz (Aspekte: Medienkompetenz) 

Kontakt

Projektverantwortliche:

Prof. Dr. Viera Pirker,
Professorin für Religionspädagogik und Mediendidaktik
pirker@em.uni-frankfurt.de

Ansprechpartnerinnen:

Magdalena Basic
069/798 – 33350

m.basic@em.uni-frankfurt.de

Sabrina Schön
s5453265@stud.uni-frankfurt.de

Telefon-Sprechstunden für Schulen: 

Dienstag 10:00 - 12:00 Uhr 

069 / 798 - 33363

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Goethe-Universität Frankfurt

Online-Resilienztraining mit Fokus auf Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10

Im Projekt "Resilienztraining mit Fokus auf Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10" wird ein Online-Resilienztraining als Förderung der psychischen Gesundheit für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 durchgeführt. Die Jugendlichen können davon profitieren, mehr über die eigenen Stressauslöser, stressverstärkende Gedanken und Emotionen (u.a. Selbstkritik und Selbstfürsorge) sowie die eigenen Stressreaktionen zu erfahren und entsprechende Stressbewältigungsstrategien zu erlernen und für sich anzuwenden.

Eine liebevolle Beziehung mit dem eigenen Selbst stellt eine wichtige Ressource dar, um Widrigkeiten und Problemen in der Schule, der Familie sowie der Freizeit resilient begegnen zu können. Je besser eigene Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele bekannt sind, umso eher ist es sowohl möglich, diese zu verfolgen als auch zu erkennen, wenn ein Vorhaben nicht gelungen ist. Wie Menschen in Situationen solcher Rückschläge und Niederlagen mit sich selbst und den eigenen negativen Gefühlen und Gedanken umgehen, wirkt sich mehr oder weniger förderlich auf Gesundheit und Wohlbefinden aus und beugt der Entwicklung psychischer Störungen vor.

Im Projekt "Resilienztraining mit Fokus auf Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10" werden mittels eines Online-Resilienztrainings genau diese Aspekte zur Förderung der psychischen und mentalen Gesundheit angesprochen: Teilnehmende Schüler*ihnen erhalten über ein digitales Gruppenprogramm sowohl grundlegendes Wissen als auch praktische Anwendungsbeispiele für den eigenen Alltag zu den Themen Stress und Stressbewältigung mit einem Schwerpunkt auf den Aspekten Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Zusätzlich sind jeweils eine Einführungs- sowie eine Abschlussveranstaltung vorgesehen, welche online in Präsenz unter Leitung der Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter stattfindet.

Zielgruppe

Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe

Informationen zur Projektleitung

Dr. Antonia M. Werner-Riccetti erforscht im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit die Rolle psychosozialer Risiko- und Schutzfaktoren, insbesondere von Selbstkritik und Selbstfürsorge, für die Aufrechterhaltung und Förderung psychischer Gesundheit. Seit mehreren Jahren ist sie zudem tätig in der Planung, Durchführung und Evaluation von Workshops und Vorträgen zur Gesundheitsförderung und hat Workshops sowohl für Erwachsene (Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsleistungssport, Mitarbeitende der Stadt Frankfurt, Allgemeinbevölkerung, Medizinstudierende) als auch für Jugendliche (Kaderathletinnen und Kaderathleten des Hessischen Leichtathletikverbandes HLV) durchgeführt.

 

Kontakt

Dr. Antonia M. Werner-Riccetti
Institut für Psychologie
Abteilung Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik
Goethe-Universität Frankfurt
a.werner@psych.uni-frankfurt.de
+49 (0)69 798 35333

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Goethe-Universität Frankfurt

Schulkids in Bewegung - Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen in Frankfurt

Zielsetzung des Projekts sind der Aufbau sowie die Entwicklung und Begleitung langfristiger Kooperationsbeziehungen zwischen Schulen und Sportvereinen, um bei Grundschülerinnen und Grundschülern Körperbewusstsein und Bewegungsfreude zu wecken und sie für den Vereinssport zu begeistern.

Sportvereine sind als traditionelle Experten für Sport und Bewegungserziehung bestimmende Faktoren einer aktiven und "bewegten" Gesellschaft. Insbesondere in städtischen Ballungsgebieten, in denen ausgewiesene Spiel- und Sportflächen knapp sind, gehören vereinssportliche Bewegungsangebote zu den zentralen Bausteinen einer gesamtgesellschaftlichen kindlichen Bewegungsförderung. Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und unter wissenschaftlicher Begleitung des Arbeitsbereichs Sportpädagogik der Goethe-Universität hat der Sportkreis der Stadt Frankfurt e.V. daher bereits im Jahr 2011 mit dem Projekt „Schulkids in Bewegung“ (SKIB) ein Programm zur nachhaltigen Bewegungsförderung ins Leben gerufen, um durch die Vernetzung von Schul- und Vereinssport nachhaltige Strukturen zur Bewegungsförderung von Schulanfängern zu schaffen. SKIB initiiert und fördert durch die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Durchführung von sportbezogenen AGs Kooperationen zwischen Grundschulen und stadtteilansässigen Sportvereinen, um Kinder auf dem Weg in ein aktives Leben zu begleiten und sie nachhaltig für den Vereinssport zu begeistern. Innerhalb des Programms wird durch die Abteilung Sportpädagogik jährlich der SKIB-Test durchgeführt, ein auf Basis des MOBAK-Ansatzes (Herrmann, 2018) auf die Zielgruppe der ersten beiden Klassen zugeschnittener, kindgerechter und spielerischer Sport- und Motoriktest, der anhand von zwölf Aufgaben Aufschluss gibt über motorische Basiskompetenzen sowie grundlegende konditionelle Fähigkeiten. Die individuellen Ergebnisse werden an die Eltern übermittelt, um ihnen eine Rückmeldung zum Bewegungskönnen ihres Kindes zu geben; weiterhin erhalten die Kinder auf Basis ihrer Ergebnisse eine individuelle Sportartenempfehlung sowie Einladungen zu Schnuppertrainings in umliegenden Sportvereinen. Im Rahmen der Löwenstark-Förderung des Landes Hessen stehen im Schuljahr 2022/23 Mittel zur Verfügung, um sowohl die Anzahl der AGs an bereits teilnehmenden Schulen zu erhöhen als auch neue Schulen in das Programm aufzunehmen. Interessierte Schulen bitten wir daher, Kontakt mit einer der unten genannten Personen aufzunehmen.

Kontakt

Prof. Dr. Christopher Heim
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Sportwissenschaften
Ginnheimer Landstraße 39
60487 Frankfurt
069/798-24557
c.heim@sport.uni-frankfurt.de

Jasmin Czogalla
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Sportwissenschaften
Ginnheimer Landstraße 39
60487 Frankfurt
069/798-24542
czogalla@sport.uni-frankfurt.de

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Goethe-Universität Frankfurt

Stressreduktion durch die Integration achtsamkeitsbasierter Trainings in den schulischen Alltag

Durch die Einschränkungen der  Corona-Pandemie ergeben sich besonders in schulpädagogischen Kontexten große Herausforderungen, beispielweise das erhöhte Stresserleben von Schülerinnen und Schülern. Um diesem Trend entgegenzuwirken, soll im Rahmen dieses Projekts ein sechswöchiges Achtsamkeitstraining angeboten werden.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie stellen v.a. in schulpädagogischen Kontexten eine große Herausforderung dar. Ein Bereich, der in diesem Zusammenhang selten adressiert wird, ist der Effekt der coronabedingten Einschränkungen auf das erhöhte Stresserleben von Schülerinnen und Schülern (SuS). Aktuelle Daten der WHO zeigen, dass das Stresserleben der SuS in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie signifikant zugenommen hat und folglich ein Förderbedarf vorliegt.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, soll im Rahmen dieses Projekts ein Achtsamkeitstraining angeboten werden. Achtsamkeit beschreibt das Sein im gegenwärtigen Moment und eine wertfreie Haltung gegenüber Gefühlen, Gedanken und Körperwahrnehmungen. Verschiedene Studien verdeutlichen, dass achtsamkeitsbasierte Trainings zu einer Stressreduktion beitragen und das subjektive Wohlbefinden steigern. Das von uns eingesetzte Achtsamkeitstraining setzt sich zusammen aus sechs Einheiten á einer Stunde. Jede Einheit besteht aus einer Psychoedukation der Achtsamkeit und deren Auswirkungen, Gruppendiskussionen, Beispielen aus dem Alltag und verschiedenen Achtsamkeitsübungen. Das Projekt wird von der Abteilung Sportpsychologie (Prof. Dr. Englert) geleitet. Die Maßnahmen werden von Studierenden der GU Frankfurt vor Ort als Ergänzung zum regulären Unterricht durchgeführt.

Ziel des vorliegenden Projekts ist, mithilfe von Achtsamkeitstrainings das durch die Corona-Pandemie erhöhte Stresserleben der SuS zu reduzieren und verschiedene psychologische Merkmale positiv zu beeinflussen (u.a. subjektives Wohlbefinden) sowie personale Kompetenz (psychosoziale Unterstützung, Resilienzförderung, Förderung der psychischen Gesundheit) zu fördern. Das Projekt erweitert das bereits an einigen Schulen implementierte Konzept „Schule und Gesundheit – Bewegung und Wahrnehmung“ des Kultusministeriums Hessen.

Kontakt

Prof. Dr. Englert
+49 (0) 69 798 24595
englert@sport.uni-frankfurt.de

Lea Mülberger
muelberger@sport.uni-frankfurt.de

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